Österreich Robert Schmidt und Michael Ploberger: Zwei weitere Rotkreuz-Experten aus Oberösterreich helfen den Rohingya-Flüchtlingen in Bangladesch
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Robert Schmidt und Michael Ploberger: Zwei weitere Rotkreuz-Experten aus Oberösterreich helfen den Rohingya-Flüchtlingen in Bangladesch

Veröffentlicht von Österreich
Die Lage der Rohingya-Flüchtlinge bleibt kritisch: Sie wohnen in Zelten und Hütten aus Bambus und Plastikplanen.

 

Es gibt keine Toiletten und Waschräume – Seuchen drohen jederzeit auszubrechen. Das internationale Rote Kreuz kümmert sich um die geflüchteten Menschen, die in riesigen Camps in Bangladesch leben. Verstärkung bekommen die Helfer vor Ort von Telekommunikations-Techniker Robert Schmidt aus Steyr und dem aus Enns stammenden Trinkwasser-Spezialisten Michael Ploberger.

 

Sie haben keine Rechte, kein Land, werden verfolgt und leben in ständiger Angst: An die 700.000 Menschen, die der muslimischen Minderheit Rohingya angehören, flohen seit Ende August über die Grenze von Burma ins Nachbarland Bangladesch. Täglich kommen mehr Menschen an und hoffen, hier ein Leben frei von Angst und Gewalt leben zu können. Aber: Die Flüchtlingslager sind heillos überfüllt und es fehlt an elementaren Dingen. Rund ein Viertel der Menschen ist akut unterernährt. Die Flüchtlinge erledigen ihre Notdurft in selbst gebauten Latrinen und können sich kaum waschen. Das Grundwasser ist zu großen Teilen verseucht und nicht trinkbar. Hinzu kommt, dass bald die Jahreszeit mit den meisten Wirbelstürmen beginnt und die Behausungen der Flüchtlinge diesen kaum Stand halten.

 

Die Lage für Rohingya-Flüchtlinge zu verbessern ist einer der schwierigsten Einsätze, die das internationale Rote Kreuz derzeit bewältigt. Helfer aus allen Teilen der Welt leisten dort Hilfe für die Ärmsten der Armen. Verstärkung bekommen sie in den nächsten Tagen vom Telekommunikations-Experten Robert Schmidt und Michael Ploberger, der in der Trinkwasseraufbereitung tätig ist. „Dieser Einsatz wird eine besondere Herausforderung“, meint der beruflich als Musikschullehrer tätige Schmidt, der das OÖ. Rote Kreuz schon bei mehr als 50 Einsätzen vertrat. So wie beispielsweise nach den verheerenden Wirbelstürmen auf Haiti oder in den 1990er Jahren im Krieg im damaligen Jugoslawien. In Bangladesch wird seine Aufgabe sein, die Helfer untereinander zu vernetzen.

 

Für Ploberger wird es der erste Auslandseinsatz im Trinkwasseraufbereitungsteam. Neben dem Aufbereiten von Trinkwasser untersucht Ploberger den Boden des Camps im Labor auf Bakterien und Keime. Die Gefahr, dass Seuchen ausbrechen ist groß. Dazu kommt, dass das Camp schwer zugänglich ist. „Es gibt keine Straßen dort“, berichtet Ploberger. Er stammt aus Enns, engagiert sich freiwillig beim Roten Kreuz Perg und lebt jetzt in Niederösterreich. Dort ist er beruflich beim Roten Kreuz in Bad Vöslau tätig.

Quelle: RKOÖ

 

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