Österreich Kostendruck macht auch vor Spitälern nicht Halt
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Kostendruck macht auch vor Spitälern nicht Halt

Veröffentlicht von Österreich
Eine Studie der imh GmbH analysierte die Auswirkungen des Kostendrucks in Spitälern

Wien (OTS) - Beim imh Krankenhaus-Vertrauensindex (KHVI) wurden 390 SpitalsmitarbeiterInnen befragt: 25 % gaben an, dass sie im letzten Jahr Maßnahmen gesetzt haben, die günstiger, aber nicht so effektiv waren. Trotzdem würden sich über 80 % der Befragten im eigenen Krankenhaus behandeln lassen.

Über die Hälfte der Befragten sieht jedoch keine Qualitätsminderung bei der Patientenbehandlung

Seit drei Jahren befragt die imh GmbH (vormals IIR) Krankenhauspersonal zu wichtigen Themen im Gesundheitswesen. Der diesjährige Fokus lag dabei auf der Kosten-Nutzen-Rechnung von Behandlungsmaßnahmen in Krankenhäusern im Vergleich zum Vorjahr. Bei 59 % aller Befragten können die PatientInnen aufatmen. Sie gaben an, keine schlechteren Alternativen aus Kostengründen gewählt zu haben. Viele der befragten Personen merkten an, dass sich eine solche Kostenoptimierung nicht mit ihrem Berufsethos vereinbaren ließe. Es wurde jedoch oft darauf hingewiesen, dass Kostenoptimierung sehr wohl ein wichtiges Thema in allen Spitalsbereichen ist. Einsparnisse auf Kosten der Qualität von Behandlungsmethoden sollen jedoch keine Option sein.   

Doch mit Unmut ins Spital? Pflegepersonal sieht Probleme

Während nur 16 % der Ärzte angaben, aus Kostengründen auf effektivere Behandlungsmethoden verzichtet zu haben, zeichnet der Pflegebereich mit 31 % ein differenziertes Bild. Als Beispiele wurden diverse Verbrauchsgüter für die Wundversorgung, aber auch die Personalplanung genannt. 

Vertrauen des Personals in das eigene Krankenhaus bleibt

Der imh Krankenhaus-Vertrauensindex (KHVI) misst das Vertrauen in das eigene Krankenhaus. Als Indikator dafür gilt die Frage, ob sich die SpitalsmitarbeiterInnen im eigenen Haus behandeln lassen würden. Bei der diesjährigen Umfrage kam es zu einer breiten Zustimmung: 86 % aller Befragten wählten „ja“ oder „eher ja“, d.h. sie würden sich im eigenen Krankenhaus behandeln lassen. Der Vorjahreswert lag bei nahezu identen 87 %. Somit können Patienten wohl doch aufatmen, denn obwohl der Kostendruck auch vor Spitälern nicht Halt macht, kann man trotzdem auf die dort gebotene Leistung vertrauen. 

Quelle: APA/OTS

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Quelle Österreich

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